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Bilder von Wiesen und deren Pflanzenarten

Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica)
Wiesen-Schwertlilie (Iris spuria)
Gezähnter Steinklee (Melilotus dentatus)
Helm-Knabenkraut (Orchis militaris)
Gottesgnadenkraut (Gratiola officinalis)
Freischneider

Gegenüber den herkömmlichen Wiesenarten alla "Niederlande" oder "Golfplatz" findet man auf extensiv genutzten Wiesen eine Vielzahl von seltenen Pflanzen und auch die auf oder von diesen Pflanzen lebenden Tierarten.

Extensive Nutzung von Wiesen bedeutet eine ein- bis zweimalige Mahd, je nachdem wie stark der Aufwuchs wächst, keine Düngung oder der Einsatz von Pflanzen"schutz"mitteln.

So kann sich ein ehemalig intensiv genutzter Acker im Laufe von Jahren, meist jedoch Jahrzehnten wieder in eine artenreiche Wiese entwickeln.

Hierbei ändert sich das Nährstoffverhältnis und somit auch die Artenzusammensetzung von vormals hoch zu wenig Nährstoffe und die Artenzahl (nicht unbedingt die Individuenzahl) im entgegengesetzten Maß.

Die meisten seltenen Pflanzen sind auf Nährstoffarmut angewiesen, da die nährstoffliebenden Pflanzen sie sonst verdrängen würden. Als Beispiel sei hier Brennessel gennant, die bei hoher Nährstoffbelastung auftritt und andere Arten verdrängt.

Extensiv genutzte Wiesen mit wenig Nährstoffbelastung erkennt man an einem uneinheitlichen, lückigem Bild der Vegetationsdecke.

Die dargestellten Arten sind die "Highlights" aus Rheinhessen und leider nur noch auf wenigen Quadratmetern aufzufinden. Wir versuchen jedoch diese Quadratmeter durch entsprechende Pflegemaßnahmen zu vergrößern.

Teilweise kann man zur Förderung dieser Vegetation auch Flächen gezielt überweiden, sodaß wieder lückigere Grasnarben entstehen und Samen besser keimen können. Die Maßnahmen werden immer mit dem Biotopbetreuer der Kreisverwaltung abgestimmt.

Das Pflücken dieser Pflanzen ist übrigens verboten und wird mit hohen Geldstrafen belegt.

Tierarten der extensiv genutzten Wiesen

Grünes Heupferd (Tettigonia viridissima)
Steppensattelschrecke (Ephippiger ephippiger)

Das Große Heupferd ist noch relativ häufig, da es bezüglich seiner Nahrung relativ anspruchslos ist und nahezu alles verzehrt "was grün ist".

Die Steppenstattelschrecke hingegen ist sehr selten und kommt nur auf extensiv gepflegten Halbtrockenrasen vor und benötigt Rosen- oder Schleheneinzelbüsche in Halbtrockenrasen.

Sie erzeugt ihr Schnarren oder zirpen mit den Beinen und ist in der Lage dieses Geräuch so verschieden vom Körper abstrahlen zu lassen, daß eine Ortung nur sehr schwer möglich ist, da man bei einer Suche nach ihr schnell getäuscht wird und das Geräuch mal von links und mal von rechts vernimmt.

Sie läuft nur langsam durch die Landschaft im Gegensatz zum Heupferd, welches sich hauptsächlich mit den Flügeln fortbewegt.